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Das Bake-Epitaph

Im Südseitenschiff befand sich bis 1945 ein reich verziertes Epitaph für den ehemaligen Domprediger Reinhard Bake. Dieser hatte mit seinem Kniefall vor Tilly 1631 den vor dem verheerenden Stadtbrand in den Dom geflüchteten etwa 4000 Magdeburgern das Leben gerettet. 1657 wurde Reinhard Bake im Dom beerdigt, was erstmalig für einen evangelischen Domprediger geschah. Eine Bronzeplatte an der ­Südwand zeugt bis heute davon. Aus Dankbarkeit wurde 1919 dem Domprediger Bake von seinen Nachfahren das Epitaph gestiftet.

Durch einen Bombentreffer wurde das ­Bake-Epitaph teilzerstört. Es waren nur noch die Büste des Dompredigers und Steinfragmente vorhanden. Der Bildhauer Wolfgang Rossdeutscher erhielt den Auftrag zur Neugestaltung. Er wählte eine ­zurückhaltende Rahmung aus Sandstein. Der Bruch in der Historie des Denkmals sollte bewusst sichtbar bleiben. Das Bake-Epitaph konnte im Guericke-Gedenkjahr 2002 wieder eingeweiht werden.

Ein Buch der Schriftenreihe „Magdeburger Domhefte“ ist Reinhard Bake gewidmet und im Dom erhältlich.